Kalicz, Nándor: Die Frühbronzezeit in Nordost-Ungarn
19.500 Ft
1 készleten
Kalicz Nándor: Die Frühbronzezeit in Nordost-Ungarn. Kurze Geschichte des 19-16. Jahrhunderts v. u. Z. Archaeologia Hungarica, Series nova (45). Akadémiai Kiadó, Budapest 1968. Mit 130 Tafeln und 17 Abbildungen.
1 készleten
EINLEITUNG
Der Untertitel dieses Werkes dürfte Zweifel und Einwendungen aufkommen lassen: sind wir denn eigentlich berechtigt, in Anbetracht des heutigen Standes der archäologischen Forschung und auf Grund der mit archäologischen Methoden erreichten Ergebnisse den Ausdruck Geschichte zu benützen? BekanntUch untersucht die Geschichtsforschung liistorische Prozesse und schließt aus diesen auf die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung. Dazu stehen dem Geschichtsforscher mannigfache Hilfsmittel und die vielen schriftKchen Quellen zur Verfügung.BekaimtHch und das ist schon fast eine Binsenwahrheit ist die Archäologie auch eine historische Wissenschaft. Der Ausdruck Prähistorie hat seinen ursprünglichen Sinn längst eingebüßt und existiert lediglich infolge des Gesetzes der Trägheit. Ein unermeßlich langer Abschnitt der menschhchen Geschichte spielte sich in sog. vorgeschichtlichen Zeiten ab, und diesen vermag nur die Archäologie zu erforschen.Sind aber die heute zur Verfügung stehenden Methoden zur Erforschxmg der Veränderungen und der Entwicklung während dieser langen Periode geeignet ?Die historische Wissenschaft bedient sich dynamischer Quellen. In den schriftlichen Dokumenten sind die Prozesse fixiert, aus denen die Gesetzmäßigkeiten abgeleitet werden müssen. Das Quellenmaterial der Archäologie ist aber statisch: die freigelegten archäologischen Funde spiegeln jeweils nur einen Zustand wider. Für die Archäologie ist es bereits ein bedeutendes Ergebnis, wenn sie einen Zustand zu definieren vermag; ist doch auch dazu die eingehende Kenntnis der wechselseitigen Zusammenhänge nötig. Der erste Schritt ist daher, das Fundmaterial einer Gemeinschaft aus einem bestimmten Gebiet und einer bestimmten Zeit zu sammeln und die kennzeichnenden Züge aus ihm hervorzuheben. Das Ziel ist, immer mehr für die fragliche archäologische Gemeinschaft kennzeichnende Funde und Erscheinungen kennenzulernen, seien sie noch so unwesentlich anmutende Details. Die allseitige Untersuchung der Funde und der Erscheinungen (Verbreitungsgebiet, Lage und Größe der Siedlungen, Siedlungsdichte, die Art des Bodens, Charakterder Gräberfelder usw.) birgt sehr große Mög-hchkeiten für die archäologische Forschung. Die Aufklärung der vielseitigen Beziehungen führt den Forscher der Erkenntnis des wirt-schaftHchen und sozialen Zustandes einer archäologischen Gemeinschaft immer näher.Definiert man die kennzeichnenden Züge einer archäologischen Gemeinschaft, so trennt man sie zugleich von anderen Gemeinschaften. Im folgenden besteht die Aufgabe darin, zu verhindern, daß diese Absonderung für die weitere Forschung eine Isolierung bedeutet. Die historische Zielsetzung erfordert, daß man den Nachlaß der untersuchten Gemeinschaft sei sie eine Kultur, eine Gruppe oder ein Typus in seinem Zusammenhang mit dem Nachlaß anderer Gemeinschaften untersucht. Dabei erhellt sich der bislang einschichtige Aspekt: es ist nämUch nicht sicher, ob die Funde der Nachbarkultur dasselbe Entwicklungs-niveau widerspiegeln. Daraus kann man bereits auf einen historischen Bewegungsprozeß schließen: zwei gleichzeitig existierende Gemeinschaften haben zu einem bestimmten Zeitpunkt einen verschiedenen Stand der Entwicklung erreicht. Die Differenz, die in solchen Fällen auffällt, drückt den unterschiedlich verlaufenden Prozeß der Entwicklung aus.Ebenso auffallend ist der Untersclned, wenn man in einem untersuchten Gebiet die Funde und Erscheinungen einer späteren Periode mit denen der vorangehenden vergleicht. Das ist ebenfalls eine Widerspiegelung der Bewegung, der Entwicklung, die im Leben der Gemeinschaft vor sich ging. Je besser man die charakteristischen Entwicklungsstadien erkennt und auf je kürzere Zeitspannen sie sich beziehen, um so auffallender und klarer werden die Differenzen sein, die das eine Entwicklungsstadium vom anderen unterscheiden. Und soviel kann man auch mit der archäologischen Methode tatsächlich erzielen. Der Forscher hat oft das Glück, innerhalb einer Siedlung eine mehrere Meter mächtige Siedlungsschicht oder anderenorts ein großes Gräberfeld zu finden, die mehrere statische Stadien widerspiegeln, so daß man das zeitliche Nacheinander der Differenzen innerhalb der Entwicklungsreihe leicht erkennen und ablesen kann.
Kalicz Nándor (Tarnabod, 1928. március 8. – Budapest, 2017. április 15.) magyar régész, az MTA doktora.
1955-ben az ELTE BTK muzeológiai (ősrégészet) szakán szerzett diplomát, 1961-ben szerzett egyetemi doktori fokozatot, majd 1962-ben sikeresen védte meg kandidátusi disszertációját, 1989-ben a történelemtudomány (régészet) akadémiai doktori fokozatát nyerte el.
1955-1957 között a nyíregyházi Jósa András Múzeumban, 1957-1958 között a miskolci Herman Ottó Múzeumban dolgozott. 1958-tól 1961-ig aspiráns volt az ELTE Ősrégészeti Tanszékén 1961-től 1990-ig az MTA Régészeti Intézetének kutatója, 1954-2002 között számos ásatás vezetője, végül tudományos tanácsadója volt.
Pályájának elején máig ható érvénnyel dolgozta fel a magyarországi kora bronzkor és rézkor régészeti emlékeit. Több őskori kulturális fázis felfedezése és megnevezése kapcsolódik munkásságához, számtalan hazai és nemzetközi konferencián tartott előadást, 260 cikke és több könyve is megjelent. Életének meghatározó állomása volt a berettyóújfalu-herpályi tell és az aszódi késő neolitikus település és temetkezések föltárása.
A Magyar Tudományos Akadémia Régészeti Intézetének köztestületi tagja.
Kutatási területei az újkőkor és a rézkor voltak.
További információk
| Állapot | |
|---|---|
| Kiadás éve | |
| Kiadó | |
| Súly | |
| Oldalak száma | |
| Kötés | |
| Kor |













